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  • World Meteorological Organization: 2025 so hoch, so warm, so sauer wie nie

    World Meteorological Organization: 2025 so hoch, so warm, so sauer wie nie

    Der Bericht „State of the Global Climate 2025“ der WMO* fasst die aktuellen Entwicklungen verschiedener Klimasysteme übersichtlich zusammen. Es gibt weiterhin Rekorde, keine guten:

    • Das Energieungleichgewicht der Erde ist so hoch wie nie zuvor.
    • Die letzten elf Jahre waren die wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen, und das Jahr 2025 gehörte weltweit zu den drei wärmsten Jahren.
    • Die Ozeane sind wärmer und saurer als je zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen.
    • Klimaextreme stellen ein wachsendes Risiko für Menschenleben, die Ernährungssicherheit, die Gesundheit und die Wirtschaft dar.

    Was heißt „Energieungleichgewicht“?

    Das Konzept des „Energieungleichgewichts der Erde“ (Earth Energy Imbalance EEI) macht die anhaltende, fatale Entwicklung deutlich: Eigentlich sollte die Energie, die durch die Sonneneinstrahlung in das „System Erde“ hineingeht, mit der Energie, die durch die Wärmeabstrahlung rausgeht, in einem Gleichgewicht sein. Ist sie aber nicht, weil immer mehr Energie reingeht als rausgeht, weil die Treibhausgase die Abstrahlung einschränken. Deshalb heizt sich die Erde auf.

    Wir haben dazu vor allem die mittlerweile um etwa 1,5 Grad gestiegene mittlere globale Temperatur nahe der Erdoberfläche als wichtigste Mess- und Orientierungsgröße genutzt. Zu dieser für uns am direktesten spürbaren Erhitzung trägt aber letztlich nur ein Prozent der Energy Imbalance bei! Weitere drei Prozent lassen Gletscher schmelzen, etwa fünf erhitzen die Landmassen.

    Wo bleibt dann der gigantische Rest der zusätzlichen Energie? Tatsächlich werden 91 Prozent in den Meeren gespeichert. Der Wärmegehalt der Ozeane, so der WMO-Bericht, erreichte auch 2025 wieder einen neuen Rekordwert.

    „Die Erwärmung der Ozeane hat weitreichende Folgen, wie zum Beispiel die Schädigung mariner Ökosysteme, den Verlust der Artenvielfalt und die Verringerung der Kohlenstoffsenke der Ozeane. Sie verstärkt tropische und subtropische Stürme und verschärft den fortschreitenden Rückgang des Meereises in den Polarregionen. Die Erwärmung der Ozeane trägt zusammen mit dem Eisverlust an Land zum Anstieg des Meeresspiegels bei.“

    Die Temperaturveränderungen der Ozeane sind weit über dieses Jahrhundert hinaus unumkehrbar.

    *World Meteorological Organization (WMO). State of the Global Climate 2025.
    (WMO-No. 1342). Geneva, 2026. ISBN: 978-92-63-11299-7.
    https://library.wmo.int/viewer/69807/download? (Zitat: Seite 11)